Sleeptracker Elite - Die Schlafphasen Uhr - Vorstellung + Test
Jede Schlafmütze wird mir nachempfinden, wenn ich sage das das Aufstehen aus dem warmen Bett, gerade an einem kalten Wintermorgen, nicht gerade sehr einfach ist. Oftmals hat man schlecht geschlafen und möchte noch weitere 5 Minuten weiterschlafen aber die Zeit drängt und man muss in den schweren Alltag starten. Doch was wäre, wenn das aufstehen jetzt leichter fällt, dass man morgens ausgeschlafen aufwacht und Lust hat in den Tag zu starten? Humbug denkt ihr? Dann schaut in den Artikel herein, worin ich euch die Sleeptracker Uhr vorstellen!
Allgemein
Der Name der Uhr beschreibt auf welches Prinzip sie zurückgreift: Auf die Schlafphasen die man im Schlaf durchlebt. Denn im Schlaf gibt es Phasen in dem man im Tiefschlaf ist und welche in der man fast wach ist, in der Fachsprache beschreibt man diese Phasen in die “REM- Phase” (Rapid Eye Movement Phase) und die “Non-REM-Phase” (Non Rapid Eye Movement Phase). Zum Veranschaulichen: In der REM-Phase sind wir leicht erweckbar, wir Träumen und wechseln die Position im Bett, da wir uns sonst wenn wir nur auf einer Seite liegen ein Druckgeschwür holen könnten, auch kann man durch sein eigenes lautes Schnarchen wach werden. In der Non-REM-Phase befindet sich der Körper im Tiefschlaf, in dieser Phase sind wir schwerer erweckbar. Die Medizin unterteilt die Phasen noch in kleinere Stadien aber im Groben stellt das unseren Schlafrhythmus dar.
Verpackung
Die Uhr kommt in einer kleinen (H 8cm x B 14cm) rechteckigen schwarz/grauen Box, wobei der eigentliche Karton von einem kleinen schwarzen Einschuber eingefasst ist welcher entfernt werden muss um den grauen silbrigen Karton öffnen zu können. Auf der linken Seiten des grauen Kartons stehen die Spezifikationen der Uhr sowie die Version die man gekauft hat aber dies nur auf Englisch. Öffnet man den Karton springt einem gleich die Uhr in das Gesicht, diese beiseite gelegt kann man den inneren Karton hervorheben in dem sich das mitgelieferte Datenkabel zur Verbindung und Übertragung der Schlafdaten auf den PC sich befindet. Unter den Karton finden sich zwei Anleitungen sowie ein Schriftstück das Aussagt das keine CD aus umweltschonenden Gründen mitgeliefert wurde. Richtig gelesen es wird keine CD mit der Uhr mitgeliefert dennoch kann man sich die CD auf Bestellung nachliefern lassen oder im Web herunterladen.
Die Uhr + das Armband ist aus Kunststoff, die Unterseite aus stabilen Metall mit den Sleeptracker Gravuren sowie den 3 Dockingstellen womit man die gespeicherten Daten inder Uhr per USB-Datenkabel auf den PC bzw. auf die Software von Sleeptracker übertragen kann und dort einsehen kann wie man geschlafen hat und wann man Fastwachphasen. Die Metallunterseite ist nicht glatt sondern hat eine kleine runde Erhebung die hervorsticht, welche aber nicht den Tragekomfort mildert. Das Display ist einfarbig und bietet nur ein normales Menü in dem wir Weckzeit, Weckzeitraum, jetzige Zeit und die “Ins Bett gegangen”-Zeit einstellen können aber ansonsten bietet die Uhr keine weiteren Schnickschnacks. Im Dunkeln kann man das hellblaue Licht des Display hervorrufen um Abends ohne großes Licht die Optionen zu aktualisieren. Mit der Dockingstation auf der Rückseite des Stift kann man die Uhr nicht aufladen, ein Wechsel von der Knopfbatterie wird leider nötig.
Prinzip
Da die Uhr sich die Schlafphasen zur Nutzung macht muss sie zwischen der REM und Non-REM Phase unterscheiden können, dies geht einerseits über eine komplexe Messung der Gehirnströme was für eine Uhr nicht in Frage kommt . Daher nimmt sie die Bewegungen mit den Extremitäten, genauer mit der Hand, wahr die wir im Schlaf bei Positionswechsel machen. In der Uhr ist ein Sensor eingebaut der die Bewegung mit dem Arm wahrnimmt und sie in seinem System einspeichert, er vergleicht die Zeit in der man sich bewegt mit der eigentlich gewollten Weckzeit und falls diese im angegeben Weckrahmen sich befindet weckt die Uhr den Träger durch eine Vibration oder Weckton. Der Träger der Uhr wacht in diesem Zeitpunkt in einer REM-Phase auf in der der Tiefschlaf nicht eingetreten ist sondern in der Phase in der man näher am aufwachen ist, was ein angenehmeres aufwachen ermöglicht. Es ist aber wichtig zu sagen das die Uhr den Schlafdefizit des Körpers nicht austrickst! Sie gestaltet nur das aufwachen angenehmer, denn falls dem Körper Schlaf fehlt dann holt er ihn sich auch indem er die Tiefschlafphasen verlängert und die Fastwachphasen verkürzt.
Langzeittest
Kommen wir jetzt zu dem Langzeittest der Uhr, dafür brauchte es einen Testgrund der nah am Alltag ist, warum also nicht bei einem Job mit einem Schichtdienst?
Ich testete die Uhr über einen Zeitraum von 3 Wochen, wo ich verschiedene Dienste und Weckzeiten hatte, Frühdienst beginnt um 6.00 Uhr so das ich um 4:30 mich vom Wecker wecken lasse, Spätdienst beginnt erst um 13.00 Uhr, dort weckt mich der Wecker zwischen 8:00 - 9:00 Uhr. Die erste Woche war mit Frühdiensten veranschlagt, so das ich die Uhr Abends auf 4:30 Weckzeit stellte.
Die Uhr hatte ich an dem Tag ausgepackt und angeschaut, mir die Funktionen und Gebrauchsanleitung angeschaut, denn neben der Weckzeit und Weckart muss noch der Weckzeitraum und “To Bed- Time” oder “Ins Bettgehzeit” eingestellt werden. Bei dem Weckzeitraum stellt man ein in welchem Zeitraum die Uhr einen noch wecken darf, denn an hat nicht um Punkt 4:30 eine Fastwachphase, diese sind unterschiedlich darum muss man einen Weckzeitraum einstellen. Der Weckzeitraum kann von 10 bis 90 Minuten eingestellt werden, da ich sehr früh aufstehe morgens stellte ich die Uhr auf 30 Minuten Weckzeitraum, so das sie mich wohl oder übel schon um 4:00 wecken könnte, wenn ich zu diesem Zeitpunkt eine Fastwachphase habe.
Dann Abends habe ich mir die Uhr an das Handgelenk gebunden und die Weckzeit, den Weckzeitraum sowie die Art des Weckens eingestellt. Man kann entscheiden zwischen Piepen, Vibrieren oder beides, ich entschied mich für letzteres.
Als ich im Bett lag musste ich nur noch die letzte Weckoption einstellen, die “Ins Bettgehzeit”. Diese kann man schnell einstellen indem man in dem Menüpunkt mit beiden linken Tasten gleichzeitig drückt. Dann wird die Zeit auf eine halbe Stunde nach der jetzigen Zeit gestellt. Beispiel: Ich legte mich um 22:00 Uhr in das Bett, die ins Bettgehzeit ist um 22:30 eingestellt. Ab 22:30 wird die Uhr also meine Bewegungen aufzeichnen, sie mit der Weckzeit + Weckzeitraum vergleichen und wenn ich mich dann um 4:00+ bewege den Weckton auslösen. Die Funktion ist schlau, denn der Mensch schläft nicht gleich direkt ein, von 5 bis 30 Minuten braucht er häufig bis er in der ersten Tiefschlafphase ist bis dahin bewegen und drehen wir uns.
Alles eingestellt habe ich mir dann meinen Schlaf genehmigt und wurde dann am ersten Tag um 4:30 Uhr geweckt. Es schien als hätte ich in dem Zeitraum von 30 Minuten keine Fastwachphase gehabt, so das die Uhr mich zu meiner regulären Weckzeit geweckt hat auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt in einer Tiefschlafphase war.
Der Morgen von Tag 2 sah anders aus, ich wachte vor meiner Weckzeit auf, also 4:25 es schien als hätte meine innere Uhr die Weckzeit eingeprägt mich vorher geweckt, diesmal war ich aber ausgeschlafen
Tag 3 und Tag 4 hatte ich Fehler an dem Testprodukt, die Uhr hatte sich in Zeit und Weckzeit komplett zurückgesetzt, das lag an dem Testprodukt das wir zugeschickt bekommen haben, die Knopfzelle in der Uhr war aufgebraucht. Ich tauschte diese aus und die Uhr funktionierte dann wieder perfekt.
Der Morgen an Tag 5 hatte ich Spätdienst, Weckzeit war 9:00 der Weckzeitraum auf 60 Minuten eingestellt und diesmal hatte mich die Uhr frühzeitig geweckt und ich wachte entspannter und angenehmer auf, als wenn ich um die normale Weckzeit aufwachte.
Tag 6 hatte ich zum Test die Weckzeit auf 8:00 reduziert, Weckzeitraum wieder auf 60 Minuten und diesmal hatte ich wieder einen Erfolg ich wachte auch ausgeschlafen auf.
Tag 7 hatte ich wieder Frühdienst. Weckzeit 4:30, Weckzeitraum auf 30 Minuten gestellt. Ich hatte dort keinen Fastwachpunkt, dennoch wachte ich wieder 5 Minuten vor meinem Wecker auf, entspannter aber nicht ausgeschlafen.
Fazit:
Die nächsten Wochen hatte ich die gleichen Ergebnisse und kam zum Schluss das ich morgens um 4:30 wohl kaum Erfolg auf eine Fastwachphase haben werde, da ich dort eher im Tiefschlaf bin, sei es weil es so früh ist oder ich nur 5-6 Stunden Schlaf hatte und der Körper sich noch mehr holen möchte. Im gesamten Zeitraum hatte ich im Frühdienst um 4:30 mit einem Weckzeitraum von 30 Minuten nur 3 Erfolge. Im Spätdienst hatte ich mehr Erfolge (Weckzeit 7-9 Uhr Weckzeitraum 60 Minuten) Ich bin tatsächlich entspannter aufgewacht und die Funktion der Uhr hat dort ihre Funktion erfüllt. Zudem ist mir aufgefallen, das die Uhr bei beleuchteten Hintergrund Abends einen hellen Piepton aussendet, welcher aber nur wahrnehmbar ist, wenn man die Uhr dicht an sein Ohr hält.Auch könnte für manche Menschen die Vibration zu schwach ausfallen.
Ich empfehle die Uhr an die Menschen die eine normale Weckzeit haben. Menschen mit einer frühen Weckzeit, wie meiner um 4:30 werden weniger Spaß und Erfolg an der Uhr haben. Der Preis der Uhr von 150€ ist ein wenig viel aber wenn die Uhr einem morgens hilft gut und ausgeschlafen aufzustehen, dann ist ein Wecker fast unbezahlbar
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